Unser Podcasting Setup

Am Anfang dieses Podcasts stellte sich natürlich die Frage, wie wir relativ angemessen mit der richtigen Hardware am besten aufgestellt sind. In unserem Falle sind wir viel unterwegs und die meisten Folgen entstehen irgendwo spontan in Europa. Meist etwas abseits der Zivilisation; auf Raststätten an Autobahnen, verlassenen Straßen, der Waldgrenze in den Alpen oder etwa dem öffentlichen Wlan manch einer Stadt. Hier ist mindestens eine LTE-Verbindung wichtig, um überhaupt ein stabiles Skype-Gespräch führen zu können. Sollte das mal nicht klappen, nimmt jeder seine eigene Stimme auf und wir telefonieren währenddessen. Die andere Hälfte der Datei lasse ich mir am nächsten Hotspot per Dropbox oder über einen Sharehoster zukommen. Dabei gehen wir meist nicht über 192kbit, um die begrenzte Datenrate nicht zu sehr zu beanspruchen.

Da ich erstmal natürlich die eierlegende Wollmilchsau suchte, legte ich mir das
Zoom H4NSP Aufnahmegerät zu. Ich schätze die Vielseitigkeit und Ausbaufähigkeit; daher wählte ich das Gerät aufgrund der ASIO-Funktion und den beiden XLR-Eingängen. Außerdem führe ich Interviews mit einem niedrigen Pegel direkt am Gerät wenn ich unterwegs bin. Bei der Aufnahme verwende ich dafür einen einfachen Küchenschwamm
als Popschutz :), pegele das Gerät auf 10 Prozent runter und spreche direkt in die internen Mikrofone. Auf der anderen Seite (Jakob) steht ein Samson Go Mic mit einem günstigen Popschutz (Durchmesser ca 6 cm). Das Go Mic ist auf 28% runtergepegelt und wird über USB an entweder einem Zigarettenanzünder im Auto oder einem Akkupack mit Spannung versorgt. Über den Klinkenausgang ist das Mikro mit einem Android-Tablet verbunden. Hierfür wird ein Audioadapter verwendet, um den Ein- und Ausgangskanal am Gerät zu trennen. Am Audioausgang des Adapters hängt ein Sennheiser PC 320 Gaming Headset welches Anfangs aufgrund des okayen Mikros am Smartphone auch für die Aufnahme verwendet wurde. Jetzt dient es nur noch zum Hören, damit es keine Rückkopplungen gibt. Das Samson Gomic klingt nochmal ein gutes Stück besser!
Mein 13 Zoll-Ultrabook (Acer -Core m) dient als „Workstation“ und wird bestenfalls im heimischen W-Lan, aber auch mal unterwegs über mein Handy mit mindestens H+ gekoppelt. Meist nehme ich mit dem Programm Mixpad meine eigene Tonspur vom H4n und den ankommenden Skype Anruf jeweils als getrennte Stereospur gleichzeitig auf. In Mixpad kann ich die Spuren gesondert schneiden und einpegeln. Dies ist für mein Ultrabook ziemlich rechenintensiv und daher schließe ich das Gerät über einen Spannungswandler an die Autobatterie an. Audacity kann leider nur zwei einzelne Monospuren vom lokalen Audio und dem Skypegespräch mixen. Mixpad ist die einzige Software die ich fand, die das perfekt löst. Auch wenn’s nicht so bombastisch programmiert ist.
Schlussendlich wird die fertig ausgepegelte Datei mit 192kbit an Audacity weitergegeben, hier wird normalisiert und der Kompressor angewandt.
Unser Setup ist vermutlich eines der abenteuerlichsten, entspricht aber der Leistung die wir im Moment bieten können, da einfach viel Bewegung im Spiel ist. In Zukunft wollen wir für lokale Gespräche nochmal zwei Kopfbügelmikrofone anschaffen um über die beiden XLR-Kanäle am H4n aufnehmen zu können. Die jeweilige Folge brauchen wir dann fast nur noch hochladen. Aber hierfür müssten wir erstmal mindestens zu zweit an einem Ort sein, was verhältnismäßig unwahrscheinlich ist.

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